Ein denkwürdiger Wahlabend

Den Wahlabend im 2. März 2003 werden viele in Osterrönfeld sicher nicht so schnell vergessen. Im Ort war man davon ausgegangen, dass mit der Kommunalwahl die SPD ihre absolute Mehrheit verlieren und die OWG zwei, vielleicht drei Sitze im Gemeinderat erringen könnte. Man hatte damit gerechnet, dass die CDU zulegen würde. Und man glaubte, dass am Ende niemand eine absolute Mehrheit erzielt.

Doch als nach Schließung der Wahllolale die Stimmen ausgezählt wurden, machte sich ungläubiges Staunen breit.

Für die SPD war der Wahlabend ein Fiasko: Von ihren 10 Sitzen im Gemeinderat gingen 8 verloren. Selbst die CDU, die landesweit stark zugelegt hatte und siegessicher in den Wahlkampf gegangen war, verlor einen Sitz.

Und die neue Wählergemeinschaft: Ihr Ergebnis stellte alles in den Schatten. Sie brachte alle neun Direktkandidaten in den Gemeinderat und erreichte auf Anhieb die absolute Mehrheit. Eine Sensation.


Auch in der OWG staunte man nicht schlecht. Damit hatte niemand gerechnet. Plötzlich hatte man in Osterrönfeld die alleinige Verantwortung für die politischen Entscheidungen der nächsten Jahre. Dieser Verantwortung kann man sich nicht entziehen. An den Zielen und Ergebnissen wird man die OWG später messen. Man musste quasi von Null auf Hundert durchstarten.