Die Runde im Hog'n Dor

Neun Osterrönfelder planen die Gründung einer Wählergemeinschaft.

Im März 2002 verabredeten Bernd Sienknecht, Klaus Ströh und Volker Wolter die Gründung einer Wählergemeinschaft. Das Ziel: Neue Mehrheiten bei der Kommunalwahl im März 2003 zu schaffen.

Den Dreien war klar, dass man eine Wählergemeinschaft nicht zu Dritt auf die Beine stellen kann. Man brauchte Mitstreiter, um die Lasten auf viele Schultern zu verteilen. Trotzdem musste alles bis zur offiziellen Gründung im Verborgenen geschehen, denn die Wogen im Ort schlugen hoch. Es wurde immer klarer, wie schwierig die Situation der Gemeinde war.

Die neuen OWG-Gründer im Hog'n Dor
Die neuen OWG-Gründer im Hog'n Dor

Im Mai 2002 wurde die Gründertruppe auf neun Mitstreiter aufgestockt: Kaufleute, Angestellte, ein Landwirt, Handwerker, ein Kommunalbeamter. Alles grundsolide Leute, die teilweise schon lange in Osterrönfeld leben. Man traf sich ab sofort einmal wöchentlich im Restaurant Hog'n Dor im benachbarten Westerrönfeld.

Denn hier nahm niemand Notiz von einer Frau und acht Männern, die sich immer am Dienstag Abend trafen und über Kommunalpolitik stritten. Während in Osterrönfeld Gerüchte über Treffen einer neuen Wählergruppe die Runde machten und man rätselte, wer denn dabei wäre, machten sich die Neun im Nachbarort Gedanken über Ziele und Inhalte, über Konturen und Strukturen der neuen Wählergemeinschaft.

Fast sechs Monate lang wurde das Projekt im Stillen vorbereitet. Denn bei der Gründung sollte alles generalstabsmäßig ablaufen.